Die Universität Osnabrück hat den Abschlussbericht zur Missbrauchsstudie vorgelegt. Der Titel der Studie lautet „Betroffene – Beschuldigte – Kirchenleitung: Sexualisierte Gewalt an Minderjährigen sowie schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen durch Kleriker im Bistum Osnabrück“.
Im Rahmen des Projekts hat sich u.a. eine Erklärung für das Nichthandeln bei sexualisierter Gewalt gezeigt. Eine Mitursache für Nicht-Erkennen oder Fehldeutungen war die Art und Weise, wie über Beobachtungen und Erfahrungen zu sexualisierter Gewalt gesprochen und geschrieben wurde – von Klerikern, Gemeinde- und Familienmitgliedern, teilweise auch von Betroffenen. Sexualisierte Gewalt wird „umgedeutet“, Muster des Redens über sexualisierte Gewalt wurden in der Studie erkennbar.
Die einzelnen Kapitel des Abschlussberichts wurden auf der Projektseite nach Themen sortiert und aufbereitet. Das Gesamtdokument des Abschlussberichts kann hier heruntergeladen werden.
Bereits die Vorlage des Zwischenberichts im Herbst 2022 führte dazu, dass im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt erstmalig ein deutscher Bischof seinen Rücktritt anbot, den Papst Franziskus dann angenommen hatte.
Hinweis: Im Bericht werden Einzelheiten von Fällen sexualisierter Gewalt beschrieben. Solche Beschreibungen können v.a. für selbst Betroffene belastend sein und negative Gedanken und Empfindungen auslösen. Beurteilen Sie bitte selbst, ob Sie sich damit auseinandersetzen können bzw. möchten. Hilfsangebote finden Sie hier.