Im vergangenen Jahr hat das Bistum Rottenburg-Stuttgart 34 neue Missbrauchsvorwürfe gegen Kirchenmitarbeiter erhalten. Das geht aus dem Jahresbericht zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Bistum hervor. Die neu gemeldeten Fälle betreffen keine aktuellen Vorfälle, sondern liegen teils lange zurück.
Damit stieg die Zahl der Betroffenen sexualisierter Gewalt in der Diözese um 33 Personen. Insgesamt sind dem Bistum für die Zeit von 1946 bis Ende September 2024 nun 454 Betroffene und 241 Beschuldigte bekannt.
Derzeit leben in der Diözese zehn Priester, die zu Tätern wurden. Ihr Altersdurchschnitt beträgt knapp 63 Jahre. Sieben von ihnen sind im Ruhestand, mit Auflagen belegt oder von allen pastoralen Tätigkeiten ausgeschlossen. Drei der Priester üben noch eine nicht-leitende Funktion aus, die im Rahmen der Bestrafung und der begangenen Taten erlaubt ist.