Bei einer Bußfeier im Rahmen der Weltsynode baten Kardinäle stellvertretend für alle Katholiken feierlich um Vergebung für Sünden und Verfehlungen in der Vergangenheit. Während der Vigil im Petersdom betonte Papst Franziskus, dass die Kirche für ihre Verfehlungen Buße tun müsse.
Besonders im Fokus stand dabei der Umgang mit sexuellem Missbrauch. Es sei unerlässlich, die großen Sünden der Kirche und ihrer Vertreter deutlich zu benennen, betonte Franziskus. Vor der Ansprache des Papstes hatten ranghohe Kardinäle verschiedene Vergebungsbitten für insgesamt sieben Sünden vorgetragen.
Kardinal Seán Patrick O’Malley formulierte zum sexuellen Missbrauch: „Ich (…) schäme mich für all die Male, in denen wir Gläubigen Komplizen waren oder direkt Gewissensmissbrauch, Machtmissbrauch und sexuellen Missbrauch begangen haben. Wie viel Scham und Schmerz empfinde ich, wenn ich insbesondere an den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen und verletzlichen Menschen denke, Missbrauch, der die Unschuld gestohlen und die Heiligkeit der Schwachen und Hilflosen entweiht hat.“
Quelle: Vaticannews