18. November – Tag der Betroffenen

Am besagten Tag findet der von Papst Franziskus eingeführte Gedenktag für Personen statt, die von sexualisierter und geistlicher Gewalt im kirchlichen Kontext betroffen sind.

Dr. Klaus Krämer, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, wird anlässlich dieses Tages einen Impuls über die Website der Diözese http://www.drs.de und über die diözesanen Social Media Kanäle verbreiten lassen.

Zweiter Betroffenentag der Diözese

Am 11. Oktober 2025 fand der zweite Betroffenentag der Diözese statt. Die Vorbereitung und Durchführung lag wiederum beim Betroffenenbeirat der Diözese, der diesmal von dem externen Moderator Piet Sellke und seiner Assistentin Nina Kuch unterstützt und begleitet wurde.

Dieser Tag, der einen Samstag lang von 10 Uhr morgen bis 16:30 Uhr nachmittags mitten in Stuttgart stattfand, wurde durch verschiedene thematische Einheiten strukturiert. Alle Inhalte hatten einen informativen oder partizipativen Charakter, so dass sich auch die Teilnehmer:innen einbringen konnten. Hauptsächlich ging es darum, die Frage und Anliegen der Gäste aufzunehmen. Alles wurde protokolliert, so dass die Themen, die an den Betroffenenbeirat herangetreten wurden, auch von diesem nach und nach abgearbeitet werden können.

Momentan ist der Betroffenenbeirat immer noch nicht vollzählig, so dass die viele Arbeit auf vier statt auf sieben Schultern verteilt werden muss. Die Auswahlgespräche für die neuen Mitglieder fanden zwar Ende Oktober statt, aber es gibt noch keine Bekanntgabe der Namen.

Es wurde gewünscht, dass auch im kommenden Jahr wieder ein Betroffenentag mitten in Stuttgart stattfinden soll. Sobald der Termin bekannt ist, werden wir ihn veröffentlichen.

Erster „Erzähltag“ für Betroffene

Am 27. September 2025 fand der allererste „Erzähltag“ in der Diözese statt. Dazu fanden sich Betroffene zusammen, die über ihre sexualisierte Gewalt berichten wollten. Dieser Tag wurde vom Betroffenenbeirat der Diözese zusammen mit dem Traumatherapeuten Harald Requardt vorbereitet und durchgeführt.

Entstanden ist dieses Format aus dem ersten Betroffenentag 2024 heraus, als die Meinungen und Gefühle der anwesenden Betroffenen – ob die trauma-tischen Schicksalsschläge eingebracht werden dürften – stark auseinander-gingen. Keinesfalls wollten wir Beiratsmitglieder Retraumatisierungen riskieren, so dass wir uns zu einer weiteren Veranstaltung veranlasst sahen.

Am Erzähltag kamen 9 Gäste zusammen, die nacheinander – zeitlich limitiert – von ihren teils schockierenden und Menschen unwürdigen Erlebnissen berichteten. Viele Tränen sind geflossen und haben alle Anwesenden Anteil nehmen lassen. Obwohl die Geschehnisse Jahrzehnte zurücklagen, waren die damit in Verbindung stehenden Demütigungen, Verletzungen und Aus-wirkungen sehr präsent. Viele Betroffene mussten diese Qualen über Jahre erdulden und alle leiden bis heute an den Folgen dieser Taten. Zudem kämpfen einige Betroffene immer noch um Gerechtigkeit, auch um finanzielle Anerkennungsleistungen.

Alle Gäste sind froh gewesen, gekommen zu sein, wurde uns Verantwortlichen rückgemeldet. Da es eine Befreiung darstellt, in einem geschützten Raum und Rahmen über teils Unvorstellbares reden zu dürfen. Es gehört sehr viel Mut und Vertrauen dazu, sich vor anderen zu öffnen. Das Mitteilen kann gleichzeitig auch eine Chance sein, in der persönlichen Entwicklung zu wachsen.

Einladungen für Betroffene der Diözese

27. September 2025 „Erzähltag“

Beim letzten Betroffenentag 2024 wünschten sich einige Teilnehmende die Möglichkeit, über ihren Missbrauch und ihre Erfahrungen damit, berichten zu dürfen. Diesem Anliegen möchten wir mit dem „Erzähltag“ nachkommen. Wir treffen uns zwischen 13 und 17 Uhr in der Nähe von Stuttgart. Unterstützt und begleitet werden wir an diesem Tag von dem Trauma-Therapeuten Harald Requardt.

11. Oktober 2025 „Tag der Betroffenen“

Der zweite Betroffenentag bietet erneut die Möglichkeit zur Begegnung und Vernetzung mit anderen Betroffenen der Diözese. Zur besseren Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln findet er zwischen 10 und 17 Uhr in der Stadtmitte von Stuttgart statt. Diese Veranstaltung wird von dem externen Moderator Piet Sellke begleitet. Je nach Anzahl der Teilnehmenden unterstützt ihn seine Kollegin Nina Kuch.

Weitere Informationen und Anmeldung: Betroffenenbeirat-drs@gmx.de