Fonds Sexueller Missbrauch vor dem Aus!

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend will den Fonds Sexueller Missbrauch schon bald beenden: Erstanträge können nur noch bis 31. August 2025 gestellt werden. Ein wichtiges Hilfesystem für Betroffene sexueller Gewalt fällt dann weg.

Der Fonds bietet Unterstützung, wo andere Hilfesysteme wie das Opferentschädigungsrecht nicht greifen. Er ermöglicht es Betroffenen, Sachleistungen in Höhe von bis zu 10.000 Euro zu beantragen, zum Beispiel Therapien, medizinische Dienstleistungen oder Bildungsmaßnahmen. Pro Person können Leistungen bis zu 10.000 Euro beantragt werden – aber nur noch bis Ende August!

Kerstin Claus, die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung fordert, dass der Fonds so lange weiterlaufen muss, bis ein Nachfolgemodell anschließt: „Die Politik muss jetzt schnell eine Alternative schaffen, die für Betroffene leicht zugänglich, dauerhaft, rechtssicher und haushaltskonform ist. Diese muss nahtlos an den bisherigen Fonds anschließen, sodass Betroffene ohne Unterbrechung weiterhin Anträge stellen und auch weiterhin Leistungen wie bisher – ohne eigene Vorauszahlungen – abrechnen können.“

Quelle: Pressemitteilung